Neues Buch von Kai Romhardt erschienen: Lebensbruch. Nimm ihn an. Und verändere dein Leben.

Liebe Freunde des Netzwerks Achtsame Wirtschaft, liebe Weggefährten,

vor drei Jahren fasste ich den Entschluss, ein neues Buch zu schreiben, das meine Erfahrungen mit dem „Wachwerden“ und meinem Wirken im Netzwerk Achtsame Wirtschaft zusammenfasst. Ein Strauß bunter Geschichten aus wichtigen Lebensbereichen sollte es werden: anschaulich, hilfreich, humorvoll, mitten aus dem Leben und persönlich erlebt. Eine Einladung zur Praxis. So lautete denn auch der erste Arbeitstitel: „Mitten im Leben: Wach werden für das Wesentliche“.

Ende 2015 fand ich mit dem Herder Verlag einen passenden Partner für das Projekt und begann zu schreiben. Es folgte ein intensives Jahr und schreibend begann ich zu verstehen, dass ich dieses Buch nicht in die Welt bringen kann, ohne mit großer Offenheit über meinen persönlichen Weg zu schreiben. Über meine Freude an der Praxis und meine Probleme, im Alltag wach zu bleiben. Über mein Hinfallen und wieder Aufstehen. Über meinen Weg zu Buddha, Dharma und Sangha. Über mein Ringen, Wirtschaft und Meditation zusammenzubringen, innen und außen. Ihr spürt es vielleicht schon, das Buch ist wesentlich persönlicher geworden als ich es ursprünglich gedacht hatte. Und es ist durchdrungen von Erfahrungen, die ich mit vielen von Euch gemeinsam im Netzwerk Achtsame Wirtschaft machen durfte.

Ausgangspunkt ist die persönliche Krise, die mich vor 19 Jahren von McKinsey zu Thich Nhat Hanh führte und mir ein Leben jenseits der Logik von Wettbewerbsdenken und Hochleistungsethos aufzeigte. Die mir die Schönheit und Klarheit des Dharma zeigte und den Wert der kontinuierlichen Achtsamkeitspraxis. Und die radikale Kursänderung, die daraus erwuchs. So kam auch der neue Titel zustande:

„Lebensbruch. Nimm ihn ihn an. Und verändere dein Leben.“

Von dieser Grunderschütterung, die mich auf drastische Art und Weise wachküsste, geht das Buch auf Entdeckungsreise, hinein in eine überraschende neue Welt, die sich aufzeigt, wenn wir uns entschließen, noch einmal mit frischen Augen zu betrachten, was wir so lange als gegeben angesehen haben. Unsere Wahrnehmung, unser Denken, unsere Grundgestimmtheit, unser Menschenbild. Oder unsere Arbeitsgewohnheiten, unsere Glückskoordinaten und leitenden Werte sowie die Organisationen, denen wir unsere Lebenskraft schenken. Alles noch einmal frisch betrachten, tief einatmen und tief ausatmen. Es ist zum Lachen und zum Weinen.

So ist am Ende doch eine bunte Sammlung an Geschichten zum Wachwerden entstanden. Nur anders als erwartet, persönlicher. Ich habe mein Herz hineingelegt, meine Wunden gezeigt und ich hoffe, dass dies dazu ermutigt, noch offener und mutiger miteinander in den Austausch zu gehen. Unsere Probleme werden in meiner Erfahrung zu Edlen Problemen, wenn wir sie furchtlos durchdringen, anschauen und mit anderen teilen. Und beginnen, kontinuierlich zu praktizieren und unser Leben zu verändern statt einfach weiterzumachen.

Im Netzwerk habe ich gelernt, dass es nicht die großen Krisen oder Brüche sind, die uns heimsuchen müssen, um aufzuwachen und Bestehendes in Frage zu stellen. Es kann die Sehnsucht nach mehr Verbundenheit, Sinn und Verstehen sein. Und: Unser Alltag ist brüchig genug, vielleicht auch brüchiger als wir denken. Die Ereignisse des letzten Jahres haben uns gezeigt, dass wir in brüchigen Zeiten leben. In Zeiten, in denen Verblendung, Hass und Gier an Boden gewonnen haben. Umso wichtiger wird es, dass wir selbst unseren inneren Kompass klären und stärken, unsere Praxis intensivieren und gegenseitig auf unserem Weg unterstützen und stärken. Durch die Gemeinschaft und Unterstützung im Netzwerk Achtsame Wirtschaft ist es so viel einfacher, freudvoller und kraftvoller, den Weg zu gehen. Danke für alles.

Falls euch das Buch gefällt, könnt ihr vielleicht auch andere auf diese Einladung zum Wachwerden aufmerksam machen.

Mögen alle Wesen glücklich und geschützt sein!

In Verbundenheit und mit einer Verbeugung aus Berlin

Kai (Romhardt)

 

Das Buch bei Herder.

Das Buch bei Amazon.


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Achtsame Kommunikation in Meetings

Meetings sind neben persönlichen Gesprächen das Herz von Organisationen. In Meetings kommen wir zusammen, um uns auszutauschen, voneinander zu lernen und uns auf gemeinsame Ziele zu verständigen. Ohne Achtsamkeit agieren wir in Besprechungen jedoch unbewusst und sind für zentrale Dimensionen unserer persönlichen Kommunikation blind. Mit Achtsamkeit hingegen können wir eine Atmosphäre des Vertrauens und intensiven Zuhörens schaffen, die das gegenseitige Verstehen unterstützt und vertieft.

 

Im aktuellen Heft der Organisationsentwicklung stellt Kai Romhardt zentrale Übungsfelder und Achtsamkeitsprinzipien in Meetings vor:

* Tiefes Zuhören

* Kollektives Innehalten

* Stille aushalten und genießen

* Verantwortung für den eigenen Geisteszustand übernehmen

* Das rechte Maß finden

* Ethische Leitplanken

Hier geht es zum kompletten Artikel.

 

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Einladung in den Förderkreis - Fundraising für das NAW e.V.

Jeder Euro ist eine Abstimmung.

Thich Nhat Hanh

Das Netzwerk Achtsame Wirtschaft e.V. braucht finanzielle Unterstützung, bitte überlegen Sie, ob Sie unsere Arbeit mit einem regelmäßigen Förderbeitrag unterstützen können. 

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